er Start ins neue Jahr begann für die erste Liga mit dem 3. Spieltag in Bensheim-Auerbach auf Beton. Die Anlage war damit bereits zum dritten Mal Austragungsort eines Bundesliga- spieltags – für die meisten Aktiven damit bekanntes Terrain. Vor Ort hat sich einiges getan: Rund um das Beton-System ist eine Miniaturgolf-Anlage entstanden, die dann auch öffentlichkeitswirksam am Freitag eröffnet wurde. Einige raue Bahnen sind zudem nochmals geschliffen worden: Bahn 1, 15 und 17 wurden dadurch nochmals schneller und assträchtiger.
Eins war klar! Für den Rekordmeister würde dieser Spieltag kein Selbstläufer werden. Die Spielvarianten vor Ort sind dermaßen einfach und teils anspruchslos, dass jeder mit etwas Training in der Lage ist, grüne Runden bis tief hinab in den 23er Bereich zu spielen. Wer hier gewinnen wollte brauchte auch das nötige Quäntchen Glück. Zudem hatten mit Arheilgen und Mainz zwei Mannschaften „Heimspiel“-Bonus - die bis dato haltlos und desorientiert wirkende Truppe vom Main zusätzlich mit Roman Kobisch wieder einen echten Head am Start.
Allerdings begann Hardenberg den Spieltag furios mit einem 153er Teamergebnis und setzte sich gleich an die Spitze. Nach 160 Schlägen im zweiten Durchgang lag man immerhin 5 Schläge vor den Mainzern. Die restliche Konkurrenz bereits deutlicher zurück. In Runde 3 dann die negative Wende: 170 Schläge - ein für die Anlage miserables Ergebnis - gaben den Mainzern die Chance knapp vorbeizuziehen und ließen den Vorsprung auch auf Arheilgen deutlich schrumpfen. Zu diesem Zeitpunkt abgeschlagen auf dem letzten Platz: Die Aufsteiger aus Berlin, die scheinbar mehr mit sich selbst als mit dem Parcours zu kämpfen hatten und für die jetzt doch der Abstiegskampf beginnt. Im Finaldurchgang konnten sich noch 4 Mannschaften Hoffnung auf den Tagessieg machen. Wirklich gut spielte aber nur das Team aus Arheilgen mit zwei 24er Passen und einem 161 Durchgang konnte die Mannschaft mit Mainz gleichziehen. Der Hardenberger Schlussspieler Harald Erlbruch hatte den Sieg drei Bahnen vor Schluss trotzdem noch in den Händen: Drei Asse hätten zum Sieg gereicht. Als aber nach der einer 2 an der 16 auch der schnell organisierte Ersatzball für die 17 – das Original war abhanden gekommen – unglücklich knapp überlief, reichte es für die Velberter nur zu einem undankbaren 3. Platz. Zwar konnte damit der Tabellenvorsprung sogar um einen Punkt ausgebaut werden – am Ende blieben es leichfertig verschenkte Punkte im Kampf um die diesjährige Meisterschaft.
(Un)sportlich:
Die Toilettenanlage ist nach wie vor öffentlich und war am Spieltag unbenutzbar. Ein herzlicher Dank an das anliegende Hotel für die freundliche Erlaubnis deren Möglichkeiten zu nutzen.
Nach langem hin und her gab es für diesen Spieltag zum ersten Mal die selbstklebenden Startnummern. Nach Aussage von Anja Richter im Jugendbereich mehrfach ohne Beanstandungen eingesetzt. Schauen wir doch mal, ob wer im DMV den betroffenen Aktiven für total zerstörte Trainingsanzüge Ersatz leistet – Eine Frechheit!
Aus welchen Gründen auch immer: Auch die neue Abt.2 Anlage war am Spieltag für das Publikum gesperrt. Danke für ein Spiel ohne nervtötende Lärmkulisse und entspannten Platz zum zuschauen.
Restaurant-Empfehlung: DIE SCHEUNE
Spannend komponierte regionale Küche, schmackhafte Weine und eine schöne Auswahl an Destillaten.
Reisinger Bälle von der Company gespielt:
Bahn 5: Errbach-Prototyp
Bahn 7: Kempten
Bahn 8: H4
» Ergebnisliste des 3. Spieltags ( PDF, ca. 267 KB)
» Impressionen vom Spieltag |